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Über LLHIL

Das in den 1970er-Jahren erbaute HIL-Gebäude muss umfassend erneuert werden – insbesondere in den Bereichen Gebäudetechnik, Energieeffizienz und Brandschutz. Mit der Sanierung und Erweiterung des HIL verfolgt die ETH Zürich das Ziel, ein bestehendes Grossgebäude ressourcenschonend, energieeffizient und zukunftsfähig zu transformieren. Die robuste Tragstruktur bietet gute Voraussetzungen.

Ziele und Vorgehen

  • Erhalt, Weiterentwicklung und Vergrösserung des bestehenden Gebäudes
  • Reduktion von Energieverbrauch und CO₂-Emissionen
  • Förderung neuer Lehr-, Lern- und Arbeitsformen
  • Zusammenzug des D-ARCH an einem Ort
  • Stärkung des Austauschs zwischen Forschung, Lehre und Öffentlichkeit
  • Aufwertung der Aussenräume

Mehr Fläche, Arbeits- und Studierplätze

Gleichzeitig soll das Gebäude substanziell erweitert werden, um mehr Platz für die wachsende Hochschule zu schaffen. Heute bietet das HIL rund 35’000 m² Hauptnutzfläche für die rund 4000 Personen, die hier forschen, lehren, lernen und arbeiten. Das aktuelle Raumangebot entspricht jedoch nicht mehr den heutigen Nutzungsanforderungen und der gewachsenen Zahl an Studierenden und Mitarbeitenden.

Mit der geplanten Aufstockung und Erweiterung soll die Hauptnutzfläche deshalb um rund 12’000 m² auf insgesamt 47’000 m² wachsen. Davon entstehen rund 5500 m² durch die Aufstockung des Hauptbaus, 1500 m² über der Baubibliothek und weitere 5000 m² durch den Ausbau der HIG-Garage. So entsteht genügend Raum, um den künftigen Bedarf zu decken und das HIL möglichst präzise auf die Bedürfnisse seiner Nutzerinnen und Nutzer auszurichten.

Der Umbau findet bei laufendem Betrieb statt. Die neu geschaffenen Flächen der Aufstockung und Erweiterung dienen dabei auch als Ausweichflächen während der verschiedenen Bauetappen. Nach Abschluss der Bauarbeiten im Jahr 2035 soll der Standort ONA in Zürich Oerlikon aufgelöst und sollen alle Mitarbeitenden und Studierenden des D-ARCH im HIL zusammengeführt werden.

Standort & Perimeter

Das Gebäude liegt im Zentrum des Campus Hönggerberg. Der Projektperimeter umfasst neben dem HIL die Tiefgarage HIG sowie die rundum angrenzende Umgebung, um neue Nutzungen, bessere Erschliessungen und qualitätsvolle Aussenräume zu ermöglichen.

Situationsplan des Campus Hönggerberg mit eingezeichnetem Bau- und Betrachtungsperimeter um die Gebäude HIG und HIL.

Etappierung & Bauen unter Betrieb

Die Umsetzung erfolgt etappenweise im laufenden Betrieb, mit klarer Trennung von Baustelle und Nutzung. Durch vorgängig geschaffene Erweiterungs- und Rochadeflächen werden Belastungen wie Lärm oder Staub minimiert und externe Ausweichflächen weitgehend vermieden. Geprüft wird ein Vorgehen in fünf Etappen, wobei Rochadeflächen frühzeitig durch eine Dachaufstockung sowie später in Annexbauten entstehen. Die technische Sanierung ist vertikal entlang der Wirkzonen der Gebäudeinstallationen gegliedert.

Austausch & Einbindung

Damit die verschiedenen Nutzer:innengruppen gehört werden, gibt es verschiedene Formen der Zusammenarbeit und des Austauschs. Ergänzend zu den Input-Projekten findet ein regelmässiger Austausch zwischen Planungsteam und beteiligten Professuren in Engagement Meeting statt. Alle zwei Monate treffen sich leitende Vertreter beider Departemente im ARCH BAUG HIL Committee, um Informationen auszutauschen und kritische Punkte frühzeitig anzusprechen und zu lösen
Studierende und Forschende partizipieren durch Input-Projekte der beteiligten Professuren, sowie über gezielte partizipative Workshops und Umfragen ausgewählter Professuren, die entsprechende Methoden in ihrer Forschung anwenden.

Zeitplan

Campus Hönggerberg 2040

Für die zukünftige Entwicklung der ETH Zürich ist der Campus Hönggerberg von strategischer Bedeutung. Angesichts der historischen Quartier- und Stadtstrukturen im Zentrum der Stadt plant die Bildungsinstitution den Hauptanteil ihrer benötigten Flächen für Lehre und Forschung auf dem Hönggerberg. Das Projekt Living Lab HIL ist eingebettet in den Masterplan «Campus Hönggerberg 2040». Die Sanierung und Erweiterung des HIL leistet einen wichtigen Beitrag zur inneren Verdichtung des Campus, zur langfristigen Entwicklung des Standorts und zur Aufwertung der Freiräume an zentraler Lage.

Visualisierung Campus Hönggerberg 2040
2040: Visualisierung, wie der Campus Hönggerberg im Zukunft aussehen könnte. Ziel ist eine Verdichtung nach innen, die den Landschaftsraum weitgehend bestehen lässt. Bild: EM2N / ETH Zürich

HIL 3D-Raummodell

Mithilfe eines eigens für das HIL erstellten Programms können die Räume aus dem 3D-Modell entsprechend ihren Informationen gefiltert werden. Das hilft uns, besser zu verstehen, was heute wo im Gebäude stattfindet. So werden auch Zusammenhänge erkennbar, die bei der täglichen Nutzung gar nicht sichtbar sind.

3D-Modell des HIL-Gebäudes mit farblich gekennzeichneten Nutzungsbereichen.

Vorgehen Input-Projekte

Das HIL-Gebäude wird zur Lernumgebung für die nächste Generation von Architekt:innen und Bauingenieur:innen. Hier geht es zu ersten Einblicke in die verschiedenen Input-Projekte.

Gabelstapler mit ungenutzten Deckenpaneelen

Das HIL-Gebäude

Das HIL weist einen hohen Sanierungsbedarf auf. Gleichzeitig bietet die robuste Tragstruktur gute Voraussetzungen für eine Weiterverwendung und Aufstockung im Sinne der Kreislaufwirtschaft.

Luftansicht des HIL-Gebäudes vom 25. August 1977

Unsere Teams

Die Projektorganisation ist partnerschaftlich zwischen dem Real Estate Management der ETH und dem Living Lab HIL Planungsteam aufgestellt.

Teamfoto am Sitzungstisch im Büro.