Der Bau, der damals vonseiten der Architekturprofessoren stark kritisiert wurde, zeichnet sich aus der zeitlichen Distanz betrachtet durch solide Qualitäten aus. Der rasterbasierte Entwurf, die qualitätsvolle räumliche Disposition, die modulare Bauweise, die hochwertige Konstruktionsweise und die dauerhaften Materialien bieten grosses Potenzial für eine Ertüchtigung und Weiterverwendung der bestehenden Bausubstanz. Deshalb ist das Ziel, von einer üblichen Kernsanierung abzusehen. Die Tragstruktur verfügt über gewisse Traglastreserven und eignet sich für eine Aufstockung. Ein weiteres mögliches Erweiterungs-Potenzial des Bestands besteht im Ausbau der dem HIL angegliederten HIG-Tiefgarage.
Die städtebauliche Situation rund um das HIL hat sich jedoch seit seiner Erstellung aufgrund der Verdichtung des Campus wesentlich verändert. Die Sanierung und Erweiterung des HIL bietet deshalb die Chance einer städtebaulichen Neuausrichtung. Sie ermöglicht es, das Gebäude allseitig zu öffnen und somit seiner inzwischen zentralen und verbindenden Lage auf dem Campus in Bezug zu den umliegenden Gebäuden gerecht zu werden. Derzeit fragmentierte Aussenräume sollen zu attraktiven Arbeits-, Lern- und Freizeitorten umgestaltet und erschlossen werden.