Dieser zweisemestrige Kurs vermittelt, wie Gebäude funktionieren, wie sie das Wohlbefinden der Menschen beeinflussen und welchen Beitrag sie zum verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen leisten können. Am Beispiel des HIL-Gebäudes der ETH Zürich untersuchen die Studierenden Themen wie Luftqualität, Tageslicht, Wärme, Kühlung und Energieversorgung.
Der Kurs ist in vier jahreszeitliche Aufgaben gegliedert, die jeweils einen zentralen Gebäudebereich beleuchten:
- Im Herbst geht es um natürliche Lüftung und einfache Wärmegewinne.
- Im Winter stehen Heizsysteme, Lüftung und solar erzeugte Wärme im Mittelpunkt.
- Im Frühling befassen wir uns mit dem Einsatz von Tageslicht, Verschattung und Stromerzeugung.
- Im Sommer entwickeln wir Strategien, um Räume kühl zu halten und Energie über längere Zeit zu speichern.
Jede Aufgabe folgt einem klaren Ablauf: Zuerst wird das bestehende Gebäude untersucht – aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer, der Behaglichkeit und der örtlichen Gegebenheiten. Danach werden Lösungsansätze entwickelt, Modelle gebaut und deren Wirkung geprüft.
Der Kurs verbindet Building Forensics, also das Messen und Auswerten realer Daten, mit Systems Thinking über verschiedene Massstäbe hinweg – vom städtischen Umfeld bis zum einzelnen Bauteil. Die gewonnenen Erkenntnisse führen zu konkreten Gestaltungsvorschlägen – von sofort umsetzbaren Massnahmen bis zu visionären Konzepten, die bestehende Normen hinterfragen.
