Das HIL-Gebäude wird in fünf Etappen saniert und erweitert. Es bleibt während der gesamten Bauzeit in Betrieb. In diesem Zeitraum müssen Büros, Entwurfsstudios, Seminarräume und ganze Abteilungen umziehen, ohne Lehre und Forschung wesentlich zu beeinträchtigen. Die Koordination dieser Umzüge über mehrere Jahre und Bauphasen hinweg ist eine äusserst komplexe Planungsaufgabe.
Das Input-Projekt entwickelt ein KI-gestütztes Planungswerkzeug, das räumliche Gebäudedaten, zeitliche Informationen zum Bauablauf und KI-basierte Analysen kombiniert, um optimale Lösungen innerhalb der gegebenen baulichen Einschränkungen zu ermitteln. Das System gleicht sich verändernde Raumbedürfnisse mit verfügbaren Räumen ab und berücksichtigt dabei Faktoren wie Kapazität, Tageslicht, technische Infrastruktur, räumliche Nähe und betriebliche Anforderungen.
Mithilfe des interaktiven Werkzeugs kann das LLHIL-Team Daten untersuchen und analysieren, unterschiedliche Umzugsszenarien entwickeln und vergleichen, Entscheidungen fällen und deren Auswirkungen auf nachfolgende Bauphasen beurteilen. Indem unnötige Umzüge und temporäre Ausbauten minimiert werden, soll das Projekt Beeinträchtigungen, Kosten und Materialverbrauch reduzieren.
Ausgehend von ausgewählten Geschossen und einer einzelnen Bauphase wird das Modell schrittweise auf das gesamte HIL-Gebäude und alle fünf Bauphasen ausgeweitet. Die daraus entstehende Methodik und die entwickelten Softwarewerkzeuge könnten auch auf andere Sanierungsprojekte übertragen werden, bei denen Gebäude während der Bauarbeiten weiterhin genutzt werden.
