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Impact Printing

Im Rahmen des Projekts werden leichte, modulare Wände aus Erde entwickelt, die robotisch gefertigt, einfach montiert und demontiert sowie später wiederverwendet werden können.

Prototyp eines erdbasierten Wandelements, das robotisch gefertigt wurde. Es steht vor einer Fensterfront.

Bauen mit Erde bietet grosses Potenzial, den CO₂-Fussabdruck von Gebäuden zu reduzieren. Das hohe Gewicht und aufwendige Herstellungsverfahren erschweren jedoch insbesondere den Einsatz bei Umbauten bestehender Gebäude. «Build for Impact» untersucht deshalb ein leichtes, modulares Wandsystem aus erdbasierten Materialien, das sich einfach montieren, demontieren und wiederverwenden lässt.

Im Zentrum steht das sogenannte Impact Printing, ein robotisches Fertigungsverfahren, bei dem erdbasierte Bauteile durch mechanische Verdichtung hergestellt werden. Im Gegensatz zu konventionellen Verfahren mit Schalungen lassen sich Geometrie, Materialdichte und Zusammensetzung gezielt steuern. Dadurch können Bauteile auf spezifische strukturelle, thermische, akustische oder räumliche Anforderungen abgestimmt werden.

Im Rahmen des Projekts werden leichte, massgeschneiderte Mauersteine aus Erde entwickelt. Durch die Zugabe von Fasern, Stroh, Perlit oder Bims sowie durch Hohlräume und eine optimierte Geometrie soll ihr Eigengewicht reduziert werden. In Kombination mit Dämmstoffen wie Hanfbeton oder Kork entsteht ein leistungsfähiges Wandsystem, das ohne Mörtel auskommt. Steckverbindungen und integrierte Befestigungen ermöglichen eine reversible Konstruktion und erleichtern spätere Anpassungen oder die Wiederverwendung einzelner Elemente.

Im Living Lab HIL sollen Prototypen entwickelt und unter realen Bedingungen getestet werden. Mögliche Anwendungen reichen von flexiblen Trennwänden bis zu akustisch wirksamen Elementen für Makerspaces. Damit untersucht das Projekt, wie lokale, erd- und biobasierte Materialien mit digitaler Fertigung zu ressourcenschonenden, anpassbaren und kreislauffähigen Bausystemen verbunden werden können.