Der Campus Hönggerberg entwickelt sich zu einem zukunftsorientierten, ökologisch vernetzten und sozial lebendigen Lern- und Forschungsort. Im Mittelpunkt steht das Weiterbauen: Bestehende Freiräume, Materialien und Vegetationsstrukturen werden sorgfältig analysiert und qualitätsvoll weiterentwickelt, statt ersetzt.
Der Campus als lebendiges Ökosystem
Der Campus Hönggerberg soll zu einem vernetzten, klimaresilienten und lebendigen Lern- und Forschungsort weiterentwickelt werden – mit innovativem Wassermanagement, neuen Habitaten und hochwertigen Freiräumen.

Ein weiterer zentraler Schwerpunkt liegt im zeitgenössischen Umgang mit Regenwasser. Das Wasserkonzept setzt auf ein integrales Regenwassermanagement, das Speichern, Versickern und Verdunsten priorisiert – die Kanalisation dient nur noch als Notüberlauf. Begrünte Dächer, Retentionsflächen und oberflächliche Versickerungssysteme tragen dazu bei, das Mikroklima zu verbessern und die Anforderungen des Entwässerungsplans zu erfüllen.
Der zunehmenden baulichen Dichte wird eine neue Vielfalt an Habitaten entgegengesetzt. So entstehen Lebensräume für Flora, Fauna und Menschen. Dachgärten, Fassadenbegrünungen und bodengebundene Pflanzflächen bringen unterschiedliche ökologische Qualitäten ein und stärken die Biodiversität.
Auch die ursprüngliche Verbindung von Innen- und Aussenräumen wird weiterentwickelt: Es entstehen multifunktionale Orte des Lernens, Forschens und sozialen Austauschs, die den Campus als sozialen Raum stärken.
Der Hönggerberg soll zu einem Campus heranwachsen, dessen Freiräume, Wasserinfrastrukturen und Vegetationssysteme zu einem kohärenten, resilienten Landschaftsgerüst verwoben sind – ein lebendiges Labor für nachhaltige Baukultur.