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Master Context(s) HIL

(Climate Echoes)

Das Studio untersucht das HIL als Teil eines veränderten Klimas. Es entwickelt Ideen, wie das Gebäude mit umweltfreundlichen, sozialen und zukunftsfähigen Strategien erneuert werden kann.

Das Studio versteht das HIL als ein Klimasystem, dessen Zukunft nur durch eine mehrdimensionale Nachhaltigkeit gedacht werden kann: ökologisch, materiell und sozial zugleich. Ausgehend von einer gemeinsamen Lektürephase zu Klimawandel, Extraktion und Architektur wird das Gebäude in seinen globalen Verflechtungen verortet. Klimakrise erscheint hier nicht als technische Herausforderung, sondern als Folge kolonialer, fossiler und ungleicher Produktionsregime, in die das Bauwesen tief eingebettet ist.

Vor diesem Hintergrund untersucht das Studio, wie das HIL auf zukünftige klimatische Bedingungen reagieren kann. Seine Nachkriegslogiken – grosse Glasflächen, tiefe Grundrisse, schwache Lüftung, hohe solare Gewinne – geraten angesichts extremer Hitze, fehlender Verschattung und überlasteter Systeme an ihre Grenzen. Transformation wird daher nicht als Neubau gedacht, sondern als adaptive Weiterentwicklung der vorhandenen Struktur: klimaresiliente Hüllen, passive Kühlung, Wasser- und Lüftungssysteme, vegetative Schwellenräume und neue Nutzungsformen im Innen‑ und Aussenraum.

Die Recherchephase verknüpft sensorische Beobachtung mit technischer Analyse: Materialalterung, Luftbewegung, thermische Masse, Mikroklima und soziale Praktiken bilden die Grundlage für individuelle thematische Positionen. In der Entwurfsphase werden daraus Interventionen entwickelt, die das HIL als aktiven Akteur im Klimasystem neu kalibrieren — weniger als abgeschotteten Baukörper, sondern als atmende, lernende und gerechte Umwelt.

Credits

  • Lehrassistenz
    • Filippo Santoni, Dr. Sara Frikech
  • Kooperationspartner
    • Margit Pschorn, BUK, D-ARCH
  • Studierende
    • Laura Balanzategui Schmit, Michelle Krebs, Lena Leuener, Leon Trommer