Die kürzlich ernannten Professor:innen Débora Mesa Molina, Adrien Comte und Adrien Meuwly möchten die praktischen Bildungs- und Forschungsaktivitäten der Studierenden am Departement Architektur (D-ARCH) der ETH Zürich stärken. Ziel ist es, eine interdisziplinäre Kultur des «Designing Through Making» zu etablieren – also des Entwerfens durch das praktische Arbeiten mit Materialien und Konstruktionen. Bauen soll dabei nicht als Nebenprodukt des Entwurfs, sondern als dessen Grundlage verstanden werden.
Im Zuge der geplanten Sanierung des HIL-Gebäudes ist vorgesehen, in der heutigen Tiefgarage des benachbarten HIG ein Design Research Lab einzurichten. Dieses soll Studierenden und Forschenden ermöglichen, räumliche und konstruktive Ideen bis zum Massstab 1:1 als physische Prototypen zu entwickeln, zu testen und weiterzuentwickeln.
Um bereits heute Erfahrungen für die Planung dieses zukünftigen Labors zu sammeln, wurde der bisher als Druckerei genutzte Raum C45 im HIL im Rahmen der Living Lab HIL-Initiative (LLHIL) temporär in eine Werkstatt umgebaut. Mit wenigen baulichen Eingriffen – dem Entfernen von Wänden und Teppich sowie dem Schleifen und Versiegeln des bestehenden Zementbodens – entstand eine Testumgebung für experimentelles Arbeiten.
Diese ermöglicht es den beteiligten Professuren und ihren Studierenden, Nutzungsszenarien zu erproben und Anforderungen an Infrastruktur, Raumorganisation und Arbeitsprozesse zu beobachten. Die gewonnenen Erkenntnisse fliessen direkt in eine zweite Adaptierung der alten Druckerei, sowie die Konzeption des zukünftigen Design Research Lab ein.
