Ende Juni haben die ETH-Schulleitung und der ETH-Rat der Phase II des Forschungs- und Bauprojekts Living Lab HIL zugestimmt. Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Phase II dauert von Mitte 2026 bis Ende 2028 und umfasst vor allem die Planung des Bauprojekts. Im Zentrum der Planung stehen die Sanierung und räumliche Erweiterung des HIL-Gebäudes, das Testen von Räumen für den Prototypenbau im Massstab 1:1, sowie die gezielte Integration von Erkenntnissen aus Lehre und Forschung sowie die Realisierung und Erprobung von Prototypen. Dabei werden die in den Input-Projekten entwickelten Konzepte und Innovationen systematisch auf ihr Potenzial für die Umsetzung geprüft und je nach Ergebnis in die Planung integriert.
In Phase II wird das Planungsteam LLHIL ausgebaut und mit weiteren Kompetenzen gestärkt. Parallel dazu wird die Entwurfsplanung vorangetrieben, wobei ein besonderer Fokus auf künftige Lehr- und Lernumgebungen, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Innovationstransfer gelegt wird. Die Planung erfolgt in enger Zusammenarbeit und im Austausch mit dem Bereich Real Estate Management (REM) der ETH, dem Gesamtleister, den Fachplanenden, den beteiligten Professuren des D-ARCH und des D-BAUG sowie dem Nutzer:innen-Ausschuss des HIL.
Die bauliche Umsetzung der Entwurfsplanung wird im Progressive Design-Build Verfahren organisiert. Bei dieser partnerschaftlichen Projektabwicklung wählt die Bauherrschaft frühzeitig ein externes Planungs- und Realisierungsteam in Form eines Gesamtleisters aus. Im Unterschied zu klassischen Verfahren werden Planung und Umsetzung in enger Zusammenarbeit mit Fachplanern und Unternehmer entwickelt.
Der Genehmigung von Phase II ging eine intensive Aufbauphase voraus. In Phase I wurden die technischen und organisatorischen Grundlagen für das Living Lab HIL geschaffen. Dazu gehörten die Analyse und technische Bestandsaufnahme des Gebäudes, der Aufbau eines 3D-Raummodells, die Erarbeitung eines Raumprogramms, Untersuchungen zur Etappierbarkeit unter Betrieb, architektonische und städtebauliche Vorstudien sowie die Grundlagenarbeiten für die Planung und Digitalisierung. Gleichzeitig wurden die Living-Lab-Strukturen aufgebaut, die kollaborativen Input-Projekte definiert und gestartet, die Website und Kommunikationskanäle etabliert sowie die Projektorganisation, Projektsteuerung und Finanzierung vorbereitet. Mit der Eingabe des Bedarfsnachweises an den ETH-Rat konnte Phase I erfolgreich abgeschlossen werden.